Zum InhaltZum Cookiehinweis

RSS Feed

Düsseldorf stellt Weichen für eigene H2-Produktion

Düsseldorf (energate) - Die Stadtwerke Düsseldorf treiben ihre Pläne für eine lokale Wasserstoffproduktion voran. Der Versorger aus dem Rheinland hat nun mit dem bestellten Elektrolyseur das Herzstück der geplanten Produktionsanlage in Empfang genommen. Die Installation sowie weitere Arbeiten an der Anlage werden in den kommenden Monaten stattfinden, teilen die Stadtwerke mit. Voraussichtlich zur Jahresmitte werde die Anlage die ersten Wasserstoffmengen produzieren können.

 

Wasserstoff für den Mobilitätssektor

 

Die H2-Produktion soll einer bereits vorhandenen, öffentlichen Wasserstofftankstelle in direkter Nähe zum Elektrolyseur zugutekommen. Dort können bis zu drei Fahrzeuge, wie LKW, Busse, PKW, Müllsammler und Flurförderzeuge parallel betankt werden. Die Station wird von H2 Mobility betrieben und wurde im vergangenen Jahr eröffnet. Bislang erfolgt die Versorgung mit Wasserstoff per Trailer. Wie die Stadtwerke mitteilen, betankt dort der Düsseldorfer ÖPNV-Anbieter Rheinbahn erste Brennstoffzellenbusse, wobei in Zukunft eine Aufstockung der Flotte geplant ist.

 

Eine Besonderheit des Projektes ist es, dass der eingesetzte Strom aus dem biogenen Anteil der Müllverbrennungsanlage stammt. Auf diesem Wege entstehe ein regionaler Kreislauf, in dem CO2 eingespart wird. Die in zwei Seecontainern untergebrachte H2-Produktionsanlage besitzt eine Leistung von 2 MW und befindet sich am Standort Höherweg im Stadtteil Flingern. Sie stammt vom Hersteller Fest aus Goslar. Das Unternehmen gibt an, dass die PEM-Elektrolyseure bis zu 1.000 Kilogramm Wasserstoff pro Tag produzieren können. Die Lebensdauer des Systems liegt demnach bei 25 Jahren. /jr

Zurück