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Bremer Neubauquartier profitiert von Müllabwärme

Bremen (energate) - Der Energieversorger SWB wird ein Neubauquartier in der Bremer Innenstadt in sein Fernwärmenetz integrieren. Dazu hat die stadteigene Entwicklungsgesellschaft Brestadt kürzlich eine Absichtserklärung unterschrieben. Das Quartier "Bremerhof" soll auf einer Fläche von 14.000 Quadratmetern ab 2027 mit einer gemischten Nutzung von Wohnen, Arbeiten, Kultur und öffentlichen Räumen entstehen. Der Anschluss erfolge ans Fernwärmenetz West mit einer rund 1,4 Kilometer langen Trasse, erläuterte ein SWB-Unternehmenssprecher. Entlang dieser sollen auch weitere Neukunden angeschlossen werden. 

 

Rund 90 Prozent der Fernwärme stammen aus unvermeidbarer Abwärme des "Mittelkalorik-Kraftwerks" im Bremer Industriehafen, einer thermischen Abfallbehandlungsanlage. Geplant ist auch eine Kälteversorgung des neuen Quartiers im Modell "Fernwärme Plus". Die bei der Kälteerzeugung entstehende Abwärme wird vorrangig zur Gebäudeversorgung genutzt. In warmen Monaten kann die bei der Kühlung entstehende Abwärme in das Fernwärmenetz zurückgespeist werden.

 

In der kommunalen Wärmeplanung, die der Senat am 7. April beschlossen hat, wurde die Bremer Innenstadt als Gebiet mit Potenzial für den Ausbau des Fernwärmenetzes eingestuft. Der Fernwärmeanteil der ganzen Stadt soll von heute 15 auf 30 Prozent bis 2040 steigen. Das entspricht einem Ausbau von durchschnittlich ca. sieben Kilometer zusätzlichem Fernwärme-Verteilnetz pro Jahr, ordnete der Sprecher ein. Das ziehe Investitionen von mehreren hundert Mio. Euro für den geplanten Netz- und Anlagenausbau nach sich. /mt

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