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Batteriespeicher: Rekordzahlen trotz Umsatzrückgang

Berlin (energate) - Der Ausbau von Batteriespeichern ging auch 2024 in Deutschland voran. Rund 600.000 neue Solarbatterien gingen im vergangenen Jahr in Betrieb, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft mit. Die installierte Speicherkapazität übertreffe somit nun 20.000 MWh. Insgesamt sei die Anzahl der installierten Solarstromspeicher mittlerweile auf über zwei Millionen gewachsen, so der BSW-Solar weiter. Erst Anfang 2024 wuchs die Anzahl der installierten Solarspeicher auf über eine Million.

 

Trotz Zubaurekorden ging Umsatz zurück

 

Allen Berichten über einen vermeintlichen Boom zum Trotz verzeichnete die Speicherbranche im vergangenen Jahr einen deutlichen Umsatzknick. Haushaltsspeicher sind zwar nach wie vor das stärkste Segment, hier verzeichnete die Branche aber die größten Umsatzrückgänge. Das geht aus Zahlen hervor, die der Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) im März 2025 präsentierte. Demnach sank der Umsatz der Branche nach einem sehr starken Verkaufsjahr 2023 von 16,1 Mrd. Euro um 23 Prozent auf 12,5 Mrd. Euro.

 

Nach Schätzungen des BSW-Solar kamen im ersten Quartal 2025 weitere 1.700 MWh Speicherkapazität hinzu. Dies entspreche einem Zuwachs in Höhe von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch mahnt der Verband, dass der Ausbau der Speicherkapazität weiter beschleunigt werden müsse. Dabei beruft er sich auf Berechnungen des Fraunhofer-Instituts, wonach die Batteriespeicherkapazität im Jahr 2030 auf 100.000 bis 150.000 MWh anwachsen müsse.

 

Noch immer zahlreiche regulatorische Herausforderungen

 

Dieses Ziel zu erreichen, sei kein Selbstläufer, warnt der BSW-Solar. So scheitere die Umsetzung der technischen Potenziale und wirtschaftlichen Geschäftsmodelle von Batteriespeichern noch "oft an den überholten rechtlichen Rahmenbedingungen". Die "besondere Rolle der Speicher im Stromsystem" werde noch immer kaum berücksichtigt, so die Klage des Branchenverbands. Drei Maßnahmen seien besonders dringlich. So müsse die Bundesregierung sich "unverzüglich darum kümmern", den im Stromspitzengesetz beschlossenen flexiblen Marktbetrieb von Batteriespeichern anwendbar zu machen. Auch die baurechtliche Privilegierung von Speichern müsse schnell in Kraft gesetzt werden. Des Weiteren müssten Anschlussbedingungen, Netzentgelte und Anschlusskosten vereinfacht und reduziert werden. Dann könnten Speicher netz- und systemdienlich wirken, argumentiert der BSW-Solar. /rh

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