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1,2 Mrd. Euro für junge Energieunternehmen

Berlin (energate) -  Die Gründerszene der hiesigen Energiewirtschaft trotzt der allgemein schwierigen Wirtschaftslage. Obwohl die Konjunktur nicht recht in Schwung kommt und es laute Debatten um die schwindende Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland gibt, warben Start-ups des Energiesektors im vergangenen Jahr 1,2 Mrd. Euro bei Venture-Capital-Investoren ein - knapp 30 Prozent mehr als 2024. So weist es der jüngsten Start-up-Barometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY aus. Maßgeblicher Treiber dieser Entwicklung war der boomende Batteriespeicherhochlauf, ein Trend der sich schon im ersten Halbjahr deutlich abgezeichnet hatte.

 

Mehr als jeder zweite Venture-Capital-Euro, der in 2025 in die Energiewirtschaft gesteckt wurde (knapp 53 Prozent) floss Start-ups aus dem Branchensegment Großbatterien zu. Auf Platz zwei im Branchen-Ranking mit  23 Prozent, beziehungsweise 277 Mio. Euro stehen Gründer aus dem Bereich Energieproduktion, gefolgt von Start-ups mit Schwerpunkt auf energiewirtschaftliche Software und Consulting (149 Mio. Euro/12 Prozent). Dazu passt, dass auch die beiden umfangreichsten Finanzierungsrunden der Energiebranche auf Batteriespeicher-Unternehmen zurückgehen.

 

550 Mio. Euro für zwei Großbatterie-Start-ups

 

Während Green Flexibility bereits im Januar 400 Mio. Euro in nur einer Runde einwarb, kam Terra One im September auf 150 Mio. Euro. Die Fusionstechnologiespezialisten von Proxima Fusion erzielten mit 130 Mio. Euro im Juni den drittgrößten Abschluss. Der Blick auf die Venture-Capital-Marktentwicklung im Segment Batteriespeicher wiederum spiegelt zugleich einen Trend wider, den die Analysten von EY für den gesamten Start-up-Markt ausmachen:  Einzelne Unternehmen realisierten sehr großvolumige Abschlüsse. So vereinen mit Green Flexibility und Terra One nur zwei Unternehmen 86 Prozent des gesamten Kapitalzuflusses an Batteriespeicher-Start-ups auf sich.

 

Energiesektor zweitgrößter Venture-Capital-Markt Deutschlands 

 

Laut der EY-Analyse ging die Anzahl aller Start-up-Finanzierungsrunden 2025 insgesamt um 5 Prozent auf 716 zurück, "Dies bedeutet den niedrigsten Wert seit 2019", ordnet EY ein. Zugleich allerdings legte das über alle Branchen hinweg investierte Risikokapital 19 Prozent zu und erreichte 8,4 Mrd. Euro. Somit kommt die Energiewirtschaft auf einen Marktartanteil von 14 Prozent am gesamten Venture-Capital-Markt des Jahres 2025. Mehr Wagniskapital (knapp 2,7 Mrd. Euro) floss 2025 nur in den Sektor IT-Sektor, den EY als "Software & Analytics" zusammenfasst. Letzteres schreiben die EY-Analysten stark dem Boom um Künstliche Intelligenz zu. Einen merklichen Marktwachstumsimpuls macht der Start-up-Barometer zudem im Bereich Verteidigung aus. Hier sticht das aus dem Umfeld der Bundeswehr heraus gegründete Jungunternehmen Quantum Systems mit 340 Mio. Euro aus zwei großen Finanzierungsrunden heraus. /pa

 

Die gesamte Analyse von EY finden Sie hier.

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