Eemshaven-Terminal bleibt - mit staatlicher Absicherung
Groningen/Rotterdam (energate) - Das LNG-Terminal im niederländischen Eemshaven wird wohl auch nach 2027 noch in Betrieb sein. Zudem wollen die Anteilseigner Gasunie und Royal Vopak die Kapazität des "EemsEnergyTerminals" von 8 auf 8,6 Mrd. Kubikmeter erhöhen. Die Kapazitätserweiterung erfolgt durch den Umbau eines der beiden Schiffe. Auf der Grundlage kürzlich abgeschlossener kommerzieller Verträge und einer staatlich zugesagten Garantie haben die Gesellschafter jetzt die bedingte Investitionsentscheidung (cFID) getroffen, teilten Gasunie und Vopak mit. Die endgültige Investitionsentscheidung (FID) folge, sobald die erforderlichen Genehmigungen vorliegen.
Die Anlage mit ihren beiden Regasifizierungsschiffen ist seit 2022 in Betrieb und wurde ursprünglich für fünf Jahre unter Vertrag genommen. Im Frühjahr 2025 haben Gasunie und Vopak 2025 eine Open Season zum Weiterbetrieb des Terminals gestartet. Darüber seien mittlerweile Verträge für den Zeitraum 2028 bis 2036 abgeschlossen worden, die einen "signifikanten Anteil" der Kapazitäten abdecken. Es sind noch Kapazitäten offen, zu denen laut Gasunie und Vopak weitere Gespräche laufen. Die Vergabe erfolgt nach dem Prinzip "First Come, First Served".
Staatliche Garantie sichert restliche Vermarktung ab
Die niederländische Regierung sichert das Projekt mit einer Garantie über 90 Mio. Euro ab. Diese deckt einen Teil des finanziellen Risikos, das sich aus den noch nicht vermarkteten Kapazitäten ergibt. Die Regierung in Den Haag hält es aber für unwahrscheinlich, dass die Mittel tatsächlich abgerufen werden müssen, wie aus einem Brief der Ministerin für Klima und grünes Wachstum, Stientje van Veldhoven-van der Meer, ans Parlament hervorgeht. Durch die Krise im Nahen Osten sei der Markt gegenwärtig verunsichert. Sie rechne aber damit, dass die noch offenen Kapazitäten bis zur FID einen Abnehmer finden werden. Diese ist aktuell für den 15. März 2027 geplant. /tc